Verbände und Vereine

Polnische Panzer Divisonen

Die Armee der polnischen Exilregierung

= Polnische Streitkräfte im Westen (PSZ)

(http:77de.wikipedia.org/wiki/Polnische_Streitkräfte%C3%A4fte_im_Westen)

war nach der (sowjetischen, amerikanischen, britischen, französischen, jugoslawischen und canadischen) Armee die siebtgrösste reguläre alliierte Armee im II. WK.

Im Mai 1945 betrug die Stärke der PSZ 210.000 Soldaten, 1947 wurde sie demobilisiert.

Sie bestand aus der poln. Kriegsmarine, der Luftwaffe und dem 1. und 2. Polnischen Korps.

Die ersten Einheiten wurden bereits im September 1939 aus Exilpolen in Frankreich gebildet.

Ihren ersten Einsatz hatte sie im Mai 1940 bei der Schlacht um Narvik.

Im Juni1940 nahmen bei der Verteidigung Frankreichs etwa 84.000 Soldaten der PSZ teil. Nach der Niederlage Frankreichs wurden etwa 35.000 von ihnen nach Grossbritannien evakuiert.

Ab Oktober 1940 kämpften auch polnische Piloten bei der Luftschlacht um England.

 

2. Poln. Korps

2. polnisches Korps unter Gen. Lt. Wladyslaw Anders

(*1892-08-11 Blonie, PL +1970-05-12 London, begraben in Monte Cassino)

(http://www.mpvone.co.uk/polish/anders.htm)

(http://www.maczekmuseum.nl/ned/locatie.html)

(http://en.wikipedia.org/wiki/2nd_Polish_Corps)

Es wurde 1943 im Irak aufgestellt und umfasste 1945 55.780 Mann und rd. 1.500 Frauen in den Hilfseinheiten. Es unterstand der polnischen Exilregierung in London und war Teil der polnischen Streitkräfte im Westen.

Es bestand 1. aus der Anders-Armee (1941)

Die meisten Truppen waren polnisch, und wurden nach dem Sikorski-Majski-Abkommen der Sowjetischen Armee angeschlossen.

Der Leiter war Gen. Anders; er bewegte sich mit seinen Truppen (etwa 200.000 Militärpersonen. (nach Petriuk)) 1941 via Persien und Indien nach Palästina. (von 1941 bis 1944 waren sie WO?)

Und 2. aus der 3. Karpathen-Schützen-Division, diese wurde 1942 im Nahen (Mittleren?) Osten aus kleineren polnischen Einheiten gebildet, die in Ägypten und vor Tobruk kämpften, wie auch aus poln. Einheiten im Osten, welche aus der UdSSR durch den Persischen Korridor kamen. Jedoch erlaubte das Britische Oberkommando nie, dass die poln. Exil-Luftwaffe in das Korps eingegliedert wurde.

1944 wurde das 2. polnisches Korps von Ägypten nach Italien verlegt, wo es ein unabhängiger Teil der Brit. 8. Armee (Gen. Oliver Leese) wurde.

1944/45 kämpfte das Korps bei Monte Cassino, Ancona und Bologna.

Mai 1944 umfasste es etwa 55.788 Mann, erlitt jedoch schwere Verluste bei den Kämpfen (mehr als 10.836).

1945 kamen neue Kräfte hinzu: befreite Kriegsgefangene und Soldaten der Achsenmächte. Von den nun etwa 75.000 Mann wurden etwa 20.000 an andere polnische Einheiten im Westen abgegeben. Nach dem Krieg blieben Teile des Korps in Italien und wurden dort 1946 demobilisiert. Die Mehrheit der Soldaten blieb im Exil.

 

Das 2. polnisches Korps bestand in Italien aus:

3. Karpatische Infanterie-Division (Gen. Mjr. Bronislaw Duch)

1. Karpathische Schützen-Brigade (Oberst Walenty Peszek)

2. Karpathische Schützen-Brigade (Oberst Walenty Peszek)

3. Karpathische Schützen-Brigade (1945 hinzugefügt)

12. Podolisches Ulanen-Regiment

kleinere Divisions-Einheiten

5. Kresowa Infanterie-Division (Gen. Mjr. Nikodem Sulik)

5. Wilno Infanterie-Brigade (Oberst Wincenty Kurek)

6. Lwow Infanterie-Brigade (Oberst Witold Nowina-Sawicki)

7. Wolhynische Infanterie-Brigade (1945 hinzugefügt)

15. Posen-Ulanen-Regiment

kleinere Divisions-Einheiten

2. Panzer-Brigade (Gen. Mjr. Bronislaw Rakowski)

(wurde 1945 die 2. Warschau-Panzer-Division)

4. Panzer-Regiment

6. Panzer-Regiment

2. Artillerie-Gruppe (Oberst Ludwik Zabkowski)

Die Eingreif-Truppe Rud oder Rudforce (Gen. Klemens Rudnicki)

3. Karpathische Schützen-Brigade (der 3. Karpathen-Division)

4. Wolhynien-Infanterie-Brigade (der 5. Front-Infanterie-Division)

(Sie kämpften die Hauptstrasse 9 entlang und eroberten Bologna

am 1945-04-21)


1. Poln. Panzer-Division (-Brigade ???)

1. Poln. Panzer-Regiment OTL Antoni Stefanowicz

2. Poln. Panzer-Regiment OTL S. Koszstki


Invasion

SHAEF (Supreme Headquarter Allied Expeditionary Forces)

Gen. Dwight D. Eisenhower (ÙSA), Oberster Befehlshaber der alliierten Streitkräfte

Stellvertreter: Air Chief Marshal Sir Arthur Tedder

Gen. Sir Bernhard Montgomery (GB): OB der 21. Heeresgruppe

1. US-Armee: GenLt Omar Bradley

brit. 2. Armee: GenLt M. C. Dempsey

brit. XXX. Korps (Bucknall)

brit. I. Korps (Crocker)

3. canad. Infanterie-Division

(sollte sich beim Angriff auf Caen beteiligen und den 17,5 km landeinwärts gelegenen Flugplatz Carpiquet einnehmen. Ihre 6.5 km breite Front erstreckte sich von Courdeulles bis Sant Aubin-sur-Mer.)

2. canad. Panzer-Brigade

7., 8., 9. canad Brigade

(innerhalb dieser canad. Truppen sind die poln. Truppen unter Gen. Anders im Abschnitt Juno gelandet.)

(die canad. 7. Brigade ging um 08.00 h bei Courseules an Land)

(die canad. 8. Brigade geriet bei Bernieres-sur-Mer in eine schwierige Lage)

Air Chief Marshall Sir Trafford Leigh-Mallory (GB) OB der alliierten Luftstreitkräfte

amerikan. 9. Luftflotte: GenLt Lewis H. Brereton

brit. 2. taktische Luftflotte: Air Marshal Sir Arthur Coningham

Adm. Sir Bertram Eamsey (GB), OB der alliierten Seestreitkräfte

Einsatzgruppe West: Vizeadm. A. G. Lirk (USA)

Einsatzgruppe Ost: Vizeadm. Sir Philip Vian (GB)

 

In der Normandie gingen an Land im Abschnitt „Juno“

1. Canad. Armee

  1. Canad. Division

1. Poln. Panzer-Division (Gen. Maj. Stanislaw Maczek)

(Die 1. Poln. Panzer-Division bildete zusammen mit der 1. Poln. Fallschirmjäger-Brigade das 1. Poln. Korps.)

 

(http://reference.psychcentral.com/psypsych/1st_Polish_Armoured_Division

(http://www.civilization.ca/cwm/armwar/units/11 n 1 .html)

(http://www.wacklepedia.com/1/1s/1st_polish- armoured_division.html)

(http://en.wikipedia.org/wiki/1st_Polish_Armoured_Division)

(http:77de.wikipedia.org/wiki/1._Polnische_Panzerdivision)


(Oberst Maczek war 1939 in Ungarn interniert worden. Im August 1944 war er als Gen.Maj. Führer der 1. Polnischen Panzer-Division.)

Diese umfasste max. ca. 16.000 Soldaten und wurde am 1942-02-25 (nach der Niederlage Frankreichs) in Schottland gegründet; war für den Schutz eines 200 km langen Küstenabschnitts im östlichen Schottland zuständig. Sie wurde Ende Juli 1944 in die Normandie verlegt. Am 1944-08-08 wurde sie der 1. Canadischen Armee zugeteilt und sollte bei der „Operation Totalize“ die deutsche 7. Armee zerstören. Beim „Kessel von Falaise“ wurde sie nach verlustreichen Kämpfen mit der 2. SS-Panzerdivision von der canadischen Armee abgelöst. Zwischen dem 10. und 17. September 1944 befreite die Division zusammen mit belgischen Widerstandskämpfern die Stadt Gent. Am 27. September erhielt die Division den Befehl, die holländische Stadt Breda zu befreien, was schliesslich nach zwei Tage dauernden harten Kämpfen ohne Verluste unter den Zivilisten gelang. Die Soldaten der Division wurden dafür zu Ehrenbürgern der Stadt ernannt.

1945-04-13 Befreiung des Frauenlagers Oberlangen; als nächstes sollte die Festung Wilhelmshaven erobert werden. Die deutschen Einheiten ergaben sich jedoch kampflos am 6. Mai und am nächsten Tag begann die polnische Besetzung der Stadt.

Die Einheiten der 1. Poln. Panzer-Division blieben unter Gen. Rudnicki im Emsland als Besatzer bis 1947 (s.a. Heber, Handbuch 414.1. und 514.1.), wurden dann demobilisiert, die Soldaten gingen nach England oder ins Exil.

 

10. Panzer-Kavallerie-Brigade (Oberst T. Majewski)

1. Poln. Panzer-Regiment (OTL Antoni Stefanowicz)

2. Poln. Panzer-Regiment (OTL S. Koszustki)

24. Poln. Regiment (gepanzert) (OTL J. Kanski)

10. Poln. Dragoner Regiment (OTL Wladyslaw Zgorzelski)

3. Poln. Infanterie-Brigade (Oberst Marian Wieronski)

1. Poln. Hochland Batallion (OTL K. Complak)

8. Poln. Schützen Batallion (OTL Alexander Nowaczynski)

9. Poln. Schützen Batallion (OTL Zygmunt Szydlowski)

1. Poln. Unabhängige schwere Maschinengewehr-Schwadron (Mjr. M. Kochanowski)

Divisions- Artillerie (Oberst B. Noel)

1. Poln. motorisiertes Artillerie-Regiment (OTL J. Krautwald)

2. Poln. motorisiertes Artillerie-Regiment (OTL K. Mereesch)

1. Poln. Panzerbekämpfungs-Regiment (Mjr. R. Dowbor)(1945 aus kleineren Einheiten gebildet)

1. poln. Flugabwehr-Regiment (OTL O. Eminowicz, später Mjr. W. Berendt)

10. poln. Schützen-Regiment (Mjr. J. Maciejowski)

Hauptquartier, Militär-Polizei

Ingenieure (OTL J. Dorant)

Fernmeldewesen (OTL J. Grajkowski)

Verwaltung, Gerichtswesen, Kirche, Reserven, Medizin. Dienst

885 Offiziere, 15.210 Soldaten

381 Panzer (meist M4 Sherman), 473 meist motoris. Artillerie

4.050 andere Fahrzeuge

2. Poln.Panzer-Division ( Gen. ??)

(gegründet 1940-01-29

war in Frankreich nach dessen Niederlage

im späten Juli 1944 reorganisiert, wurde Teil der 10. Poln. Panzer- Brigade,

der 1. Poln. Panzer-Division.

Tat sich hervor 1944-08-08 bei den Kämpfen von St. Aignan

war das diese, welche „weite Vorstösse durch Mecklenburg hindurch unternommen hatte“ -und schliesslich von Montgomery selbst „zurückgepfiffen werden musste“-- weil sie -vor den russ. Truppen-- Warschau erreichen und „für den Westen sichern“ wollte.?? (Dies widersprach aber den Absprachen, die zwischen des westl. und östl. Alliierten.)

WO war sie bis zur Demobilisierung stationiert?

War das die, welche ihre schützenden Hände über ihre Landsleute hielten, die im Lager Spakenberg (Nähe Krümmel, Geesthacht) lebten??

 

1. poln. Fallschirmjäger-Brigade

wurde im September 1941 in Schottland gegründet (2.300 Soldaten)(Genehmer Stanislaw Sosabowski) 1942 kamen ehemalige Kgf. aus der SU hinzu.

Bei der „Operation Market Garden“ verlor sie ca. 25% der Soldaten und wurde nach England evakuiert.


1945 wurde sie nach Deutschland verlegt und bildete mit der

1. poln. Panzer-Division

(1942 gegründet)

ab dem 1940-04-28 das 1. poln. Korps (das bis 1947 in Nordwest-Deutschland Besatzungs-Aufgaben löste)

1947 wurde die Brigade aufgelöst, eine Vielzahl der Soldaten blieb im Exil.

Am 2006-05-31 wurde die VI. Poln. Luftlande-Brigade aus Fortführerin der 1. Poln. Fallschirmjäger-Brigade für den Einsatz bei der Befreiung der Niederlande von Königin Beatrix mit dem Wilhelm-Orden ausgezeichnet.

-- 2 – (Einfügen bei Maczkow)


Lembeck, Andreas in Zusammenarbeit mit Klaus Wessels

Befreit, aber nicht in Freiheit

Displaced Persons im Emsland 1945 – 1950

Nach dem Ende des II. WK lebten in Deutschland mehr als sieben Millionen Männer und Frauen, die als Sklaven-Arbeiter oder Kriegsgefangene in das Deutsche Reich gebracht worden waren. Die Alliierten benutzten den Ausdruck „DPs“ (Displaced Persons), um die Menschen zu beschreiben, welche durch den Krieg nicht in ihren eigenen Ländern lebten und zurückkehren oder eine neue Heimat finden wollten, dies aber nicht ohne Hilfe tun konnten. In den fünf Monaten von Mai bis September 1945 wurden etwa sechs Millionen DPs repatriiert. Die meisten von ihnen stammten aus den westlichen europäischen Ländern und der Sowjet-Union. Fast alle der westeuropäischen DPs liessen sich freiwillig repatriieren, während sowjetische DPs zur Rückkehr gezwungen werden mussten. In Übereinstimmung mit zwei identischen Repatriierungs-Abkommen (Sowjet-Union und Grossbritannien / den USA) während der Yalta-Konferenz im Februar 1945 wurde eine überragende Mehrheit der sowjetischen DPs –ungeachtet ihrer eigenen Wünsche-- repatriiert. Diese alliierte Politik negierte andere grosse nationale Gruppen, besonders die polnischen und baltischen DPs. In dem Zeitraum von Juni bis September 1945 wurden lediglich 75.000 Polen aus den westlichen Zonen Deutschlands repatriiert. Etwa 800.000 blieben in den von den westlichen Alliierten besetzten Gebieten und verweigerten im Herbst 1945 die Repatriierung.

Etwa 40.000 –meist polnische-- DPs lebten im August 1945 in dem Gebiet des Emslandes. Das Emsland, im nordwestlichen Teil Deutschlands an der niederländischen Grenze gelegen, wurde von britischen, canadischen und polnischen Einheiten der 2. canadischen Armee und des 30. britischen Korps befreit. Etwa 1.700 weibliche Soldaten des Lagers Oberlangen wurden befreit, die am polnischen Warschauer Aufstand teilgenommen hatten und gefangen genommen worden waren. Am 19. Mai 1945 beschloss die 2. Canadische Armee eine polnische Kolonie im Emsland zu errichten. Diese neue nationale Enklave wurde von der 1. Polnischen Panzer-Division kontrolliert. Im Juni gab Gen. Montgomery, der britische Oberbefehlshaber, seine Erlaubnis, mit dem Projekt fortzufahren, die deutschen Bewohner zu evakuieren, um eine polnische Enklave zu schaffen. In Zusammenhang mit diesem Projekt verbrachte die britische Militär-Regierung polnische DPs aus anderen Lagern in der britischen Besatzungs-Zone in das Emsland, unter ihnen mehr als 1.000 polnische Juden aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen. Der Plan, eine polnische Enklave zu schaffen, wurde Mitte Juni 1945 fallen gelassen. Zu dieser Zeit waren bereits sieben deutsche Dörfer evakuiert worden, so dass Tausende von DPs die Möglichkeit hatten, sich im Emsland niederzulassen. Diese Entwicklung und dazu die Tatsache, dass die 1. Polnische Panzer-Division im Mai 1945 Besatzungs-Aufgaben übernommen hatte, übte eine magnetische Anziehung auf Tausende früherer polnischer DPs und frühere Kriegsgefangene im grossen Umkreis aus. Ende 1945 betrug das Verhältnis von Ausländern in ehemaligen Konzentrationslagern, Kriegsgefangenen-Lagern und requirierten Privathäusern im Emsland zur deutschen Bevölkerung 10 Prozent im Bereich Lingen und 28 Prozent im Bereich Aschendorf-Hümmling. Für die DPs diente das Emsland als Durchgangs-Lager und die DP-Lager wurden Wartesäle.

Die UNRRA nahm sich dieser Menschen an, ebenso wie die Soldaten der Polnischen Division ihren Landsleuten halfen. Während die DPs im Frühjahr 1945 von den Deutschen versorgt wurden, zeigten Ernährungs-Statistiken vom November 1945, dass etwa 150 der 2.150 Kalorien aus deutschen Quellen stammten. Im Januar 1946 unterstanden der britischen Militär-Regierung 15 polnische DP-Lager, fünf Lager früherer Kriegsgefangener und ein baltisches DP-Lager im Emsland. Maczkow, die frühere Stadt Haren (Ems) wies eine Bevölkerung von etwa 3.500 auf. In einer Situation, die oft durch keimende Hoffnungen auf Selbstbestimmung charakterisiert war, wurden Freiheits-Gedanken oft zerstört durch die pragmatische Politik der britischen Militär-Regierung, die alles überlagerte. Die Vertriebenen versuchten laufend, mit ihren oftmals traumatischen Erfahrungen zu leben. Daher wurden Erziehung und kulturelle Traditionen, die während des Krieges verboten waren, nun wieder-belebt, um vielen dieser heimatlosen Menschen zu helfen. Professionelle und Amateur-Schauspieler gründeten Theater. Örtliche kleine Zeitungen suchten den unlöschbaren Durst nach Information zu stillen, der während der langen Jahre der Isolation entstanden war. Die DP-Lager waren wie kleine Städte, mit einem Bürgermeister, ihrer eigenen Polizei und Feuerwehr und einer Kirche; natürlich einer katholischen. Jedes DP-Lager hatte seinen eigenen Kindergarten und eine oder mehrere Grundschulen; in Lingen und Maczkow gab es Oberschulen. Fast 200 Lehrer unterrichteten täglich etwa 2.000 Schüler. Im Frühjahr 1946 waren 23 der insgesamt 34 polnischen Schulen der Britischen Besatzungs-Zone im Emsland. Für die Erwachsenen richtete die UNRRA Fahrschulen ein, Schneider- und Näh-Kurse und eine offene Universität. Ein öffentliches Gesundheits-System wurde eingerichtet, von den DPs selbst organisiert und von der UNRRA unterstützt. Die meisten Ärzte waren DPs und frühere Kriegsgefangene.

(In der BBZ betrug die Anzahl der Polen unter den Ausländern rd. 250.000, davon suchten ca. 25.000 Männer, Frauen und Kinder Zuflucht bei der 1. poln. Panzer-Division.)

Vor Oktober 1946 verweigerte der Hauptteil der polnischen DPs im Emsland eine Repatriierung, jedoch die Demobilisierung der 1. Polnischen Panzer-Division und ihr fortschreitender Abzug nach Grossbritannien veranlasste einige von ihnen, das Emsland zu verlassen. Etwa 2.500 DPs, Verwandte von polnischen Soldaten, reisten im Winter 1946/47 nach England ab, sie reduzierten damit die Anzahl der im Emsland lebenden polnischen DPs im April 1947 auf 14.800. Viele von ihnen wollten nicht nach Polen zurückkehren. Sie befürchteten in ein kommunistisches Land zu kommen, wo sie das Risiko der Verfolgung eingingen.

Die UNRRA war eine nur zeitweilige Organisation, welche im Juni 1947 endete. Danach nahm sich die IRO (International Refugee Organisation = Internationale Flüchtlings-Organisation) der DPs an.

Obwohl die Repatriierung das Hauptanliegen der neuen Flüchtlings-Organisation war, war in Wirklichkeit ihre Haupt-Aufgabe die Umsiedlung. Von 1947 bis 1950 verliessen Tausende das Emsland zur Umsiedlung, besonders nach den USA, Canada und Australien. Im Juni 1950, als die IRO die Verantwortung für 1.000 in Lingen lebende DPs an die deutsche Regierung übergab, war dies das letzte und grösste Lager im Emsland. Es waren meist alte und kranke DPs, die nicht mehr in der physischen Verfassung waren, die Anforderungen der Einwanderungs-Behörden zu erfüllen. Das DP-Lager Lingen wurde erst 1957 geschlossen, und einige DPs leben immer noch in Deutschland als sogenannte „heimatlose Ausländer“.

(deutsche Sprache: ISBN 3-86108-321-3 ca. € 15,-, Edition Temmen, Bremen, 224 S.)

(http://www.uni-oldenburg.de/diz/english/volume10.htm)

© Lembeck 

 

Weiterführende Literatur:
© Dr. Manfred G. Heber